Hermeskeil. Mit einem Festakt unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsminister Clemens Hoch wurde heute das Marienhaus St. Josef Krankenhaus in Hermeskeil offiziell zur ersten Regioklinik des Landes Rheinland-Pfalz ernannt. Die Einrichtung trägt künftig den Namen „Marienhaus Regioklinik St. Josef“ und ist Teil des umfassenden Versorgungskonzepts am Marienhaus Campus Hermeskeil.
„Mit der Einrichtung zur Regioklinik würdigt das Land das Engagement und die Innovationskraft der vielen Menschen, die hier vor Ort eine zukunftsweisende, wohnortnahe und patientenzentrierte Versorgung etabliert haben“, erklärte Anke Klauck, Geschäftsführerin der Marienhaus Kliniken GmbH. Die Umgestaltung sei ein starkes Signal für eine sichere und zeitgemäße medizinische Versorgung im ländlichen Raum und ein Vorbild für andere Regionen.
„Die erste Regioklinik im Land hier in Hermeskeil vereint medizinische Kompetenz, moderne Infrastruktur und eine starke regionale Verankerung. Diese Bezeichnung ist nicht nur eine formale Anerkennung, sondern bedeutet auch neue Perspektiven für den Erhalt und den Ausbau medizinischer Leistungen im Hochwald“, sagt Gesundheitsminister Clemens Hoch. Hermeskeil vereine das, was sich das Land unter einem Musterbeispiel des Modells „Regioklinik“ vorstelle: Viele medizinische Behandlungen könnten heute ambulant oder auch mit einem kurzen Aufenthalt mit pflegerischer Betreuung vorgenommen werden und bräuchten kein klassisches Krankenhaus mehr. „Unsere Idee ist, dass das Modell Regioklinik die Krankenhäuser der Grundversorgung ergänzen und die stationäre und ambulante Versorgung wohnortnah kombinieren wird. Hier könnten auch neue Potenziale für eine bessere ärztliche Versorgung entstehen – oder wie hier in Hermeskeil das gute vorhandene Angebot noch fortentwickeln. So funktioniert eine Gesundheitsversorgung, die regional ganz nahe wirkt“, so der Minister.
Der Marienhaus Campus Hermeskeil bietet ein breites medizinisches Angebot: Von der stationären Grundversorgung mit Notfallbereitschaft über ein Medizinisches Versorgungszentrum mit sieben Fachrichtungen, einer psychiatrischen Tagesklinik und geriatrischen Reha bis hin zu einem ambulanten OP-Zentrum. Damit wird ein wohnortnahes, interdisziplinäres Versorgungskonzept umgesetzt, das sich flexibel an den Bedarf der Region anpasst.
„Die Entwicklung des Campus war von Beginn an ein gemeinschaftlicher Prozess – getragen von den Menschen vor Ort, unseren Mitarbeitenden und der Landespolitik“, so Ilona Schlachter-Seimetz, Kaufmännische Direktorin des Marienhaus Campus Hermeskeil. „Mit dem heutigen Tag beginnt nun auch offiziell ein neues Kapitel.“
Hintergrund:
Hermeskeil ist ein Pilotmodell für die Regio-Klinik-Initiative des Landes Rheinland-Pfalz zur Stärkung der ländlichen Gesundheitsversorgung. Neben der Marienhaus Regioklinik St. Josef mit seinen 20 Akut-Betten bietet der Campus eine psychiatrische Tagesklinik, ein Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) mit sieben Fachrichtungen und eine geriatrische Rehabilitation mit 70 Betten. Rund um die Uhr sind stets eine Ärztin oder ein Arzt sowie qualifizierte Pflegekräfte vor Ort, die für die stationären Patientinnen und Patienten, aber auch für Menschen da sind, die mit akuten Alltagsnotfällen ins Haus kommen. Für sie stehen geeignete Räume und kompetentes Personal für die Erstversorgung zur Verfügung. An Werktagen werden im Haus Röntgenuntersuchungen, Laboranalysen und weitere diagnostische Verfahren durchgeführt. Zusätzlich ist der Notarztstandort am Marienhaus Campus Hermeskeil rund um die Uhr besetzt und garantiert eine 24-Stunden-Einsatzbereitschaft in der Region rund um Hermeskeil.
Am Marienhaus Campus Hermeskeil gibt es zusätzlich ein ambulantes Operations-Zentrum. Hier werden unter anderem in Kooperation mit dem Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen und dem Orthopaedicum in Trier regelmäßig gynäkologische Operationen und orthopädische Eingriffe an Schulter, Knie und Füßen vorgenommen.




